Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser
Gestern Abend, nachdem ich ein paar Seiten an meiner Bachelorarbeit geschrieben hatte und Word beenden wollte erschien ein Microsoft Fenster in dem ich gebeten wurde meine Nutzungsdaten zur Verbesserung der Korrekturhilfe an die Microsoftserver zu senden. Tja, im Normalfall klicke ich meistens auf "Ja", da ich Microsoft vertraue und Feedback liefern möchte um die Produkte zu verbessern. Dennoch schaue ich immer darauf, was denn gesendet wird. Ich lese den ersten Absatz und dort steht, dass einige Informationen aus der Benutzung der Rechtschreib- und Grammatikprüfung gesendet werden sollen. Okay, wird schon passen denke ich, schaue aber lieber noch einmal darauf, nicht dass man mich nachher noch für einen Analphabeten hält. Plötzlich erstarre ich innerlich (siehe rote Umrandung im Bild).
Ich habe vor ewigen Zeiten einmal eine Worddatei inkl. Passwortschutz erstellt in der ich alle meine Passwörter für die PS3 hinterlegt habe (besitze mehrere Accounts). Warum nur wollte Micrsoft die jetzt haben, es handelt sich da doch um meine Playstation-Zugangsdaten und die kann man doch sowieso schon günstig im Internet kaufen
Tja, soetwas passiert halt, wenn die Rechtschreibprüfung kontextlastig die Dokumente durchackert, währenddessen man schreibt. Alles was man verfasst kann einem so also zum Verhängnis werden, auch einmal eingetippte Passwörter die die Rechtschreibprüfung nicht kennt - also seid auf der Hut!
Gmail-Parodie von Microsoft
Eine Werbung von Microsoft für ihr Office 365, welches Gmail (Den Emaildienst von Google) ein wenig auf die Schippe nimmt. Einige finden es nicht so wirklich witzig - ich schon
Achja, und auch wenn ich schreibe, dass der Dienst dort auf die Schippe genommen wird: So ist es wirklich!
PSN/Qriocity-Downtime – Die Ursachen und deren Folgen
Die Nichtverfügbarkeit des Playstation Networks seit etwa 5 Tagen scheint nun ernstere Ursachen und Folgen zu haben als anfänglich von mir eingeschätzt. Es scheint sich nun also wirklich um einen sogenannten Hackerangriff zu handeln, welcher nicht nur darauf aus gerichtet war das PSN lahmzulegen sondern zusätzlich als Ziel die Kompromittierung von persönlichen Informationen hatte. Folgende Nachricht stammt vom offiziellen Playstation-Blog. Für mich besonders bedenklich scheint die mögliche Menge und Qualität der illegal erhaltenden Daten. Aber lest selbst:
Geschätzte PlayStation Network und Qriocity Kunden,
wir mussten feststellen, dass in der Zeit vom 17. April bis zum 19. April 2011 bestimmte Services des PlayStation Network sowie Qriocity mittels illegalen und unberechtigten Eingreifens in das Netzwerk angegriffen wurden. Als Folge dieser Eingriffe haben wir:
1. vorübergehend sämtliche PlayStation Network und Qriocity Services ausgeschaltet;
2. eine außenstehende, anerkannte Sicherheitsfirma damit beauftragt, eine vollständige und lückenlose Untersuchung zu den Geschehnissen durchzuführen;
3. zügig alle notwendigen Schritte unternommen, um die Sicherheit zu verbessern sowie um die Struktur des Netzwerkes zu stärken, indem das gesamte System umgebaut wurde, um eine optimale Sicherung Ihrer persönlichen Daten zu gewährleisten.
Nachdem Sony zwei Hacker verklagte, da diese den Sicherheitsschutz der PS3 umgangen sind und diese Daten veröffentlicht haben, hat Anonymous Anfang April Sony als offizielles Ziel auserkoren und ihnen so den Krieg erklärt. Letzten Sonntag hatten sich Anonymous-Aktivisten von diesem speziellen Angriff allerdings distanziert. Ob man das nun glauben darf oder nicht ist fraglich, da die Erklärung erst nach allerhand Kritik der PSN-Spieler (den eigentlichen Opfern) erschien. Ich bin nur froh, dass ich meine Kreditkarteninformationen immer wieder aus dem Account gelöscht habe - es lebe die Paranoia
Secunia Personal Software Inspector
In meiner Rubrik Die beste Freeware habe ich ein neues Programm aufgenommen. Da nicht jede Anwendung eine integrierte Updatefunktionalität bietet ist ein
Programm welches das System nach veralteter bzw. unsicherer Software durchsucht wünschenswert. Secunia PSI ist ein solches Programm und gibt bei einer Entdeckung einen Hinweis in der TrayIconBar ausgibt. Die Programmoberfläche selbst bietet einen einfachen Modus mit einer Übersicht über wichtige Funktionen sowie einen erweiterten Modus für Fortgeschrittene mit mehr Möglichkeiten. Zudem kann man weitere Informationen über die Browsersicherheit und andere Bedrohungen erfahren.
Zu erwähnen ist aber, dass alle Anwendungen welche sich auf dem System befinden katalogisiert werden (Name und Version) und mit der Datenbank online abgeglichen werden. Also nichts für Raubkopierer oder Menschen mit Verfolgungswahn. Okay, in letztere Rubrik falle ich zwar auch, aber ich empfinde den Sinn höher als das Risiko ausspioniert zu werden.
Widerspruch bei “Google Streetview” einlegen
Wer Widerspruch gegen die Veröffentlichung seiner Häuserfront bei Google einlegen will kann dieses mit dem Musterwiderspruch "Google StreetView", der vom Bundesministerium für Verbraucherschutz angeboten wird, tun. Auf tagesschau.de ist mit Fragen und Antworten: "StreetView" kommt - was jetzt? ein sehr guter Bericht hierzu bereitgestellt.
Wie der eine oder andere eventuell weiß, habe ich gegenüber den vielen unterschiedlichen Google-Diensten eine kleine Abneigung. Angefangen bei der klassischen Google-Suche, über Google-Analytics bis hin zu der Fotosoftware Picasa. Da nun auch Google StreetView in den Startlöchern steht, bin ich sehr erfreut, dass die Datenschützer aller Länder (vorrangig der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar) zu Worte melden und den Datenschutz (Schutz der Privatsphäre) gefährdet sehen. Zwar gibt es auch wieder viele Blogger die den Nutzen dieses Dienstes hervorheben wollen und uns dieses als Unerlässlich verkaufen wollen und es als eine Hetzkampagne gegen das Unternehmen Google sehen, aber eines bleibt schlicht und einfach Fakt: Google besitzt schon jetzt einfach zu viele Daten von uns allen - und es werden immer mehr. Teilweise geht es also einfach auch ums Prinzip, Unternehmen wie Google ihre Grenzen aufzuzeigen. Wir lassen uns nicht alles gefallen. Und es gibt auch Alternativen zu Google!
- Als Suchmaschine: Yahoo oder Bing
- Für Kartenmaterial oder Routenplanung: Map24
- Frei verfügbare Fotosoftware gibt es wie Sand am Meer
- Email-Dienste: Arcor, GMX, Web.de
- und und und!
Angenommen diese Dienste sammeln annähernd genauso viele Daten wie Google (auch wenn das nicht im geringsten der Fall sein wird), ist es trotzdem so, dass keines dieser Unternehmen wirklich viele Daten über mich besitzt und diese miteinander Verknüpfen kann um ein umfangreiches Profil von mir zu erstellen, da ich das Portfolio an Diensten über verschiedene Unternehmen hinweg verstreut habe. Wer also ausschließlich oder auch vorwiegend Google-Dienste nutzt muss davon ausgehen, dass eben dieses Unternehmen so gut wie alles über einen weiß: Surfgewohnheiten, Urlaubsorte, Freunde, Vorlieben und vieles mehr. Und um es noch einmal in Erinnerung zu rufen: Google verdient vorwiegend Geld mit Werbung! Und wenn wir ehrlich sind hassen wir doch alle Werbung und Spam, oder etwa nicht?
Einsatz von Körperscanner am Flughafen Hamburg
Demnächst beginnt die Testphase zum fragwürdigen Einsatz der sogenannten Nacktscannern an Flughäfen. Ziel ist es, die Sicherheit von Flugpassagieren durch Erkennung von nichtmetallischen Waffen zu erhöhen. Die ersten Geräte werden demnächst in Hamburg getestet. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, macht die strikte Einhaltung von Persönlichkeitsrechten zur Voraussetzung für den Einsatz von Körperscannern.
So Umstritten dieses Einführung auch sein mag, so gibt es noch ein weiteres Problem bei eben diesem Test. Laut der Frankfurter Rundschau wurden die ersten Geräte von der Fima „L3 Communications Security and Detection Systems“ erworben, welche eine Tocherfirma des amerikanischen Rüstungskonzerns „L3 Communications“ ist, welche wiederum Streubomben herstellt. Streumunition wird seit dem 1. August international geächtet, weil sie oft nicht explodiert und auch weit nach Kriegsende noch Zivilisten verletzt oder tötet. Es wird geschätzt, dass bis heute 100.000 Menschen Opfer von Streubomben geworden sind. 106 Staaten weltweit und 20 der 27 EU-Länder haben den entsprechenden Vertrag unterzeichnet, darunter auch Deutschland. Wieso macht die Bundesregierung dann Geschäfte mit diesem Unternehmen und hinterlässt so den bleibenden Eindruck einer Doppelmoral?!
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"Eine Zustellgarantie für Emails ist durch die in den meisten Emailprogrammen integrierte Funktion 'Emailbestätigung anfordern' nicht gegeben. Absenderadressen können genauso leicht gefälscht werden, wie der Inhalt einer (nicht verschlüsselten) Emails während der Zustellung für jeden anderen im Internet zugänglich ist. Dieses soll sich durch den E-Postbrief ändern."
Die Einrichtung dieser Adresse sowie der Empfang von E-Postbriefen ist kostenlos. Weitere Kosten (welche durch eventuelle Benutzung angebotener Dienste anfallen) bitte dieser Preisliste entnehmen.
Apple mit Problemen: iTunes-Accounts gehackt
Wie ich eben in einem Artikel auf Spiegel online gelesen habe scheint iTunes derzeit ein Problem mit Hackern zu haben und eine bislang nicht bekannte Zahl von iTunes-Nutzern aus aller Welt sind eben diesen zum Opfer gefallen. Über den Account eines jeden betroffenen wurden Apps im Wert von bis zu 600€ erworben. Folgender Ausschnitt aus dem Bericht, zeigt, wie man in iTunes seinen Account auf unautorisierte Einkauf überprüft bzw. seine zukünftigen Einkäufe sicherer gestalten kann:
Generell sollten alle iTunes-Kunden umgehend ihre Accounts auf unberechtigte Einkäufe überprüfen. In der iTunes Software tut man das, indem man rechts im iTunes-Fenster unter Alles auf einen Blick auf Account klickt. Nun muss man seinen Benutzernamen und das Passwort eingeben, wenn man noch nicht eingeloggt ist. In dem Fenster Apple Account-Daten, das sich jetzt öffnet, klickt man auf Einkaufsstatistik und bekommt dann eine Ansicht der letzten iTunes-Einkäufe aufgelistet.
Wenn hier unberechtigte Einkäufe erscheinen, sollten sie sofort mit dem iTunes-Support und mit Ihrer Bank Kontakt aufnehmen. Apple zeigt sich, was den Support angeht, jedoch zurückhaltend, versucht möglichst viele Anfragen via Web und Mail abzuarbeiten. Eine Web-Seite mit entsprechende Mail-Formularen ist hier zu finden. Eine Telefonnummer für den iTunes-Support gibt Apple nicht an. Den technischen Support erreicht man lediglich unter der kostenpflichtigen Nummer 01805-009433 (0,14 € pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Maximal 0,42 € pro Minute aus dem Mobilfunknetz). Apples einzige kostenfreie Hotline, die 0800-2000136, steht nur für Einkäufe zur Verfügung.
Generell sollte man derzeit allerdings erwägen, sein iTunes-Passwort zu ändern. Tipps, wie man sichere Passworte erzeugen kann, finden sie in diesem Artikel. Hegt man den Verdacht, Opfer eines Phishing-Abzockers geworden zu sein, sollte man die speziell dafür von Apple eingerichtete Mailadresse reportphishing@apple.com wenden. Da mittlerweile rund 150 Millionen Anwender mitsamt ihrer Kreditkartendaten im iTunes Store registriert sind, ist Apples Kundschaft ein beliebtes Ziel Krimineller, die in Mails vorgeben, im Namen des Apple Supports zu handeln, und mit fadenscheinigen Argumenten um Mitgliedsname und Passwort bitten.
Wer vollkommen auf Nummer sicher gehen will, löscht einfach seine Kreditkartendaten aus seinem iTunes-Account. Stattdessen kann man auch mit Guthabenkarten im iTunes Store einkaufen, die man sowohl online als auch offline, beispielsweise in Elektronik-Supermärkten, kaufen kann. Absolute Sicherheit geben zwar auch die nicht, schränken den potentiellen Schaden aber doch merklich ein.
Das Facebook-Privatsphären-Einmaleins
Ein wenig verspätet, aber besser spät als nie. Ein Dank' geht an meinen Bruder Marcel für den Hinweis über dieses doch hilfreichen Video zum Einstellen der Privatsphäre in Facebook.


