Feste feiern, wie Sie fallen

Von der neuesten Kampagne des Büros für antimilitaristische Maßnahmen (BamM) und der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinte KriegsgegnerInnen (DKG-VK) kann man halten was man will. Ich persönlich sehe es mit gemischten Gefühlen. Ein Flyer in dieser Art soll meiner Meinung nach gar nicht ernst genommen werden, sondern die Gesellschaft aufschrecken und wach rütteln. Derjenige der wirklich auf jeden toten Bundeswehrsoldaten mit Sekt anstoßen würde, wäre in der Tat ein sehr kranker Mensch.Ich denke aber, dass in einer Gesellschaft in der sehr viele mittlerweile abgestumpft sind Mittel und Wege gefunden werden müssen, um auf einen Misstand hinzuweisen. Damit reiht sich dieser Flyer gleich hinter der kürzlich gestarteten AIDS-Kampagne ein, in der – auf zahlreichen Plakaten – Sex mit Hitler oder auch Mussolini gezeigt wurde (Slogan: „Aids ist ein Massenmörder!“).

Heutzutage genügt eine einfache Ermahnung oder die Erwähnung eines Misstandes nicht mehr aus. Es muss geschockt werden, damit über etwas geredet und berichtet wird. Erst muss etwas Großes oder Abscheuliches passieren, damit man anfängt flächendeckend darüber zu diskutieren: Ist der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan oder anderenorts mit unseren Gesetzen vereinbar; Ist die Legitimation für den Einsatz dort gegeben …

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.