Widerspruch bei „Google Streetview“ einlegen

Wer Widerspruch gegen die Veröffentlichung seiner Häuserfront bei Google einlegen will kann dieses mit dem Musterwiderspruch „Google StreetView“, der vom Bundesministerium für Verbraucherschutz angeboten wird, tun. Auf tagesschau.de ist mit Fragen und Antworten: „StreetView“ kommt – was jetzt? ein sehr guter Bericht hierzu bereitgestellt.

Wie der eine oder andere eventuell weiß, habe ich gegenüber den vielen unterschiedlichen Google-Diensten eine kleine Abneigung. Angefangen bei der klassischen Google-Suche, über Google-Analytics bis hin zu der Fotosoftware Picasa. Da nun auch Google StreetView in den Startlöchern steht, bin ich sehr erfreut, dass die Datenschützer aller Länder (vorrangig der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar) zu Worte melden und den Datenschutz (Schutz der Privatsphäre) gefährdet sehen. Zwar gibt es auch wieder viele Blogger die den Nutzen dieses Dienstes hervorheben wollen und uns dieses als Unerlässlich verkaufen wollen und es als eine Hetzkampagne gegen das Unternehmen Google sehen, aber eines bleibt schlicht und einfach Fakt: Google besitzt schon jetzt einfach zu viele Daten von uns allen – und es werden immer mehr. Teilweise geht es also einfach auch ums Prinzip, Unternehmen wie Google ihre Grenzen aufzuzeigen. Wir lassen uns nicht alles gefallen. Und es gibt auch Alternativen zu Google!

  • Als Suchmaschine: Yahoo oder Bing
  • Für Kartenmaterial oder Routenplanung: Map24
  • Frei verfügbare Fotosoftware gibt es wie Sand am Meer
  • Email-Dienste: Arcor, GMX, Web.de
  • und und und!

Angenommen diese Dienste sammeln annähernd genauso viele Daten wie Google (auch wenn das nicht im geringsten der Fall sein wird), ist es trotzdem so, dass keines dieser Unternehmen wirklich viele Daten über mich besitzt und diese miteinander Verknüpfen kann um ein umfangreiches Profil von mir zu erstellen, da ich das Portfolio an Diensten über verschiedene Unternehmen hinweg verstreut habe. Wer also ausschließlich oder auch vorwiegend Google-Dienste nutzt muss davon ausgehen, dass eben dieses Unternehmen so gut wie alles über einen  weiß: Surfgewohnheiten, Urlaubsorte, Freunde, Vorlieben und vieles mehr. Und um es noch einmal in Erinnerung zu rufen: Google verdient vorwiegend Geld mit Werbung! Und wenn wir ehrlich sind hassen wir doch alle Werbung und Spam, oder etwa nicht?

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5 Antworten

  1. mkreykenbohm sagt:

    In Sachen ecosia legt google jetzt nach und springt auf den CO2-Minderungs-Zug mit auf. Gute Sache, aber ist das auch mehr als gutes Marketing? http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2010-09/interview-google

  2. Pitti sagt:

    Mein Einspruch ist seit gestern auch unterwegs.

  3. mkreykenbohm sagt:

    konnte ich auch mal was sinnvolles beitragen – schön 🙂

  4. „Powered by Bing and Yahoo“: Bedeutet der Suchindex meiner beiden Suchmaschinen und gleichzeitig etwas für den Erhalt des Regenwaldes machen. Na dann bin ich doch dabei! Habe sie auch gleich bei Firefox eingerichtet.

    Übrigens ist mein Einspruch nun auch losgeschickt!

  5. mkreykenbohm sagt:

    Ich habe meinen Einspruch eingelegt und habe hier nur noch eine einzige Anmerkung zu machen: Denn als Suchmaschine nutze ich nur noch ecosia.org und ich kann den Suchdienst auch empfehlen. Nähere Infos: http://www.ecosia.org/how.php

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