Desinfec’t: Der Vierfach-Scan mit Fernhilfefunktion

Wer wie ich häufiger im Freundeskreis die Rechner von Viren beseitigen muss kennt und schätzt Desinfec’t sicherlich schon seit geraumer Zeit. Desinfec’t ist ein vom CT-Magazin bereitgestelltes Linux System welches direkt von DVD gestartet werden kann (ein sogenanntes Live-Linux) und mit vorinstallierten Virenscannern von Avira, Bitdefender, ClamAV sowie Kaspersky die Entfernung von Viren ermöglicht.

Warum vier Virenscanner?
Der Spruch „viel hilft viel“ trifft in bezug auf das Identifizieren von Viren definitiv zu. Umso mehr unterschiedliche Virenscanner genutzt werden, umso wahrscheinlicher ist es auch, wirklich alle Viren auf dem Rechner zu finden. Die Auswahl die von CT getroffen wurde umfasst alle wichtigen und effiziente Virenscan-Engines und bietet damit eine sehr solide Grundlage.

Warum ein Live-Linux?
Linux ist allgemein weniger gefährdet als ein Windeos Betriebssystem und daher für die Virensuche wesentlich geeigneter als ein auf einem Rechner installiertes Windows 7, welches seit mehreren Jahren genutzt wird und auf dem ein lokaler Virenscanner installiert ist. Daher ist es mehr als sinnvoll von einem anderen Betriebssystem die eventuell verseuchten Laufwerke zu untersuchen. Durch die Variante des direkt von DVD zu startenden Betriebssystem ist es ebenfalls ausgeschlossen, dass sich jemals Viren in dem Betriebssystem einschleusen, da die DVD schreibgeschützt ist.

CT desinfect 2013

Die Benutzung von Desinfec’t ist eigentlich sehr simple, bedarf aber dennoch unter umständen ein gewissen Maß an technischem Sachverstand. Mehr Informationen zur Deinfect gibt es übrigens auch direkt beim c’t magazin. Da Freunde und Verwandte aber nicht immer um die Ecke wohnen und die telefonische Anleitung jeden sehr schnell an die Grenzen der Belastbarkeit führt, wurde nun das Tool TeamViewer ebenfalls komplett in das Image integriert, so dass man sich schnell von jedem anderen Rechner remote Support leisten kann. Dieses bedingt aber eine eingerichtete Internetverbindung im gestarteten Linux, die aber sowieso eine Pflicht darstellt um die aktuellen Virensignaturen zu erhalten.

Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung für die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift (c’t 10/2013 ab 22.04.2013 im Handel), in der die entsprechende DVD enthalten ist.

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3 Antworten

  1. und der Möglichkeit der Parallelinstallation und umfangreichem, kostenlosem Softwareangebot wird Linux auf Desktoprechnern zögerlich eingesetzt. Auch wenn sich die verbreitetsten Linux- Desktopumgebungen ähnlich bedienen lassen wie Windows oder Mac OS X, unterscheiden sie sich durch diverse Systemfunktionen von ihnen. Daher kann, wie bei fast jedem Wechsel des Betriebssystems, eine gewisse Einarbeitungszeit nötig sein. Im Gegensatz zur geringen Verbreitung auf dem Desktop ist Linux auf Server-Systemen , bei Embedded-Systemen und auf Smartphones bereits ein etabliertes Betriebssystem.

  2. Laurel L. Avery sagt:

    Warum vier Virenscanner? Der Spruch “viel hilft viel” trifft in bezug auf das Identifizieren von Viren definitiv zu. Umso mehr unterschiedliche Virenscanner genutzt werden, umso wahrscheinlicher ist es auch, wirklich alle Viren auf dem Rechner zu finden. Die Auswahl die von CT getroffen wurde umfasst alle wichtigen und effiziente Virenscan-Engines und bietet damit eine sehr solide Grundlage.

  3. Suzette Hays sagt:

    probiers mal damit: http://www.chip.de/downloads/GParted-Live_26460627.html ansonsten kopier deine daten doch einfach auf ein usb-stick oder eine usb-festplatte und transferier sie ODER….du richtest mal eben nen samba server auf dein linux-rechner ein, dann verbindest du beide pcś miteinander und dann transferierst du die daten per lan… warum willst du umrüsten?

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