Langes Wochenende auf Rügen 2


Route 013 (Quelle: OpenRouteService.org)WoMo-Logbuch Eintrag 013

Datum: 05.05.2016 – 08.05.2016

Orte: Dranske, Binz

Zurückgelegte Strecke: 748 km

Aufgrund des Brückentages lag am Mittwochabend ein langes Vier-Tage-Wochenende vor uns. Dieses hatten wir vor einigen Wochen bereits mit Brittas Eltern so geplant, dass wir jeweils zwei Tage auf Rügen und im Anschluss auf dem Darß verbringen. Entsprechend hatten wir uns zwei Campingplätze herausgesucht, denn mit vier Erwachsenen in unserem Wohnmobil wäre es schon nicht mehr so komfortabel sich morgens frisch zu machen. Von Mittwoch auf Donnerstag haben Britta und ich in Schwarzenbek auf einem Parkplatz übernachtet und uns fertig gemacht, so dass wir am Donnerstag Morgen möglichst früh mit ihren Eltern losfahren konnten. So gegen 0900 Uhr haben wir uns auf den Weg gemacht und das Wochenende hat mit einem Frühstück an einer Autobahnraststätte begonnen. Nach unzähligen Stauumfahrungen sind wir dann irgendwann um 1400 Uhr bei unserem ersten auserkorenen Campingplatz angekommen. dieser gefiel uns aber nicht, so dass wir kurzerhand umdisponiert haben und weiterfuhren.

Das Caravancamp Ostseeblick wirkte auf Anhieb viel mehr nach unserem Geschmack – daher checkten wir dort ein und bezogen unsere extrem großzügige Parzelle mit Meerblick. Wir packten alles aus: Dazu zählte neben den normalen Campingmöbeln natürlich auch der Grill, denn wir alle hatten schon enormen Hunger. Übrigens war diese Fahrt, das erste Mal, dass wir alle vier Stühle, die Beinteile sowie den Tisch transportiert und auch genutzt haben. Es findet alles seinen Platz in unserer kleinen Garage ohne das untere Stockbett umklappen zu müssen. Schon erstaunlich, was dort so alles reinpasst. Übrigens erstaunlich: Zur Freude aller Beteiligten hatten wir das gesamte Wochenende über wahnsinnig Glück mit dem Wetter, so dass wir alle schön Farbe im Gesicht bekamen. Am ersten Tag haben wir dann den Platz erkundet sowie am Abend noch angefangen Karten zu spielen. Da wir aber alle irgendwie müde wurden, konnten wir die Partie nicht zu Ende spielen und haben das Finale auf den nächsten Tag verschoben.

Am nächsten Morgen haben wir uns nach dem Frühstück alle im Sanitärhaus des Campingplatzes frisch gemacht und mussten leider damit leben, dass man trotz des umfangreichen Preises für das Duschen extra zahlen musste. Aber auch das verkraftet das Portemonnaie noch so gerade eben. Da auf unserem 4er-Fahrradträger leider keine vier Erwachsenen-Fahrräder platz finden, hatten nur Britta und ich unsere Fahrräder mitgenommen. Um dann am Freitag eine Fahrradtour zu unternehmen mussten meine Schwiegereltern sich Fahrräder leihen. Diese waren aber schnell gefunden und so konnten wir uns auf den Weg machen. Wir haben die Gegend erkundet, unterwegs lustige und schöne Bilder geknipst sowie einige Kilometer abgerissen. Nicht extrem viele, aber genügend um unterwegs einen Halt an einer Fischerstube einzulegen und Energie zu tanken. Das Restaurant (bzw. Kiosk oder auch irgendetwas dazwischen), hatten wir auf den Hinfahrt mit dem Wohnmobil schon entdeckt und ehrlich gesagt war ich ziemlich Stolz, dass wir den Flecken Erde ohne Navigation gefunden haben. Am Abend hatten wir übrigens noch unseren Drachen steigen lassen, was Windtechnisch gar nicht so einfach war.

Am nächsten Tag haben wir nach dem Frühstück geduscht, ausgecheckt, die Entsorgungsstation des Campingplatzes genutzt und uns auf den Weg gemacht. Wohin? Zunächst nach Putgarten (oder genauer gesagt zum Kap Arkona) zu der Kalkstein-Steilküste, welche auch durch den Künstler Caspar David Friedrich bekannt ist. Danach sind wir nach Prora weitergefahren, welches zum einen als Stadtteil von Binz bekannt sein dürfte – vor allem aber weil dort das ehemalige KdF-Seebad („Kraft durch Freude“) steht. Beides war definitiv ein Blick wert, wobei ich mal wieder einfach auf die Bildergalerie am Ende des Artikels verweise. Wie es sich für einen guten Schwiegersohn gehört, hatte ich mir am Vorabend schon Gedanken gemacht wo wir in unserer letzten Nacht übernachten. Ursprünglich geplant war ja ein Campingplatz auf dem Darß, da es aber schon spät am Mittag war, nahmen wir die Alternative vor Ort. DieWohnmobil-Oase Rügen – Ostseebad Binz machte beim Vorbeifahren schon einen guten Eindruck, der sich bei direkter Anfahrt zum Glück auch bestätigte. Kurzerhand und routiniert checkten wir ein und erkundeten auch diesen Platz. Nach dem obligatorischen Grillen neigte sich dieser Tag dann leider auch wieder schnell dem Ende zu.

Am Morgen des letzten Tages haben wir uns nach dem Duschen und einem schönen Frühstück auf den Weg gen Heimat gemacht. Begleitet von Sonnenstrahlen während der Fahrt, waren die erneuten Staus noch erträglich. Der große Vorteil eines Wohnmobils: Man hat immer seine Toilette dabei. Unterwegs hatten wir es uns dann mit dem Essen einfach gemacht und an einer Autobahn-Raststätte gehalten. Das Essen war jetzt nicht mit den Grill-Festivals der letzten Tagen vergleichbar, hat aber gesättigt und Zeit gespart. Denn wir mussten Brittas Eltern ja noch in Schwarzenbek vorbeifahren und im Anschluss nach Geesthacht weiterfahren um unsere Standard-Entsorgungsstation an der Elbe zu nutzen. Und damit war unser langes Wochenende nun auch schon fast vorbei, aber es hat unheimlich viel Spaß gemacht und vor allem von der braunen Gesichtsfarbe werde ich noch einige Tage zehren können 🙂

Und wie immer zum Schluss folgt hier eine Galerie mit weiteren interessanten Bildern zu diesem WoMo-Logbuch Eintrag:


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2 Gedanken zu “Langes Wochenende auf Rügen

  • Hartmut

    Eine schöne Beschreibung sowie Bilder unserer gemeinsamen Fahrt auf die Insel Rügen.
    So kann man auch im Nachhinein die Tour noch einmal genießen.

  • Christina Mewes

    Ich kann nur noch einmal DANKE sagen für das tolle Wochenende und die liebevolle Betreuung sowie Bewirtung durch euch BEIDE.
    Tage von denen ich lange zehren werde und mich gerne daran erinnere.
    Die Bilder einfach toll.
    GANZ DICKES BUSSI
    MUDDITINA