Unsere bislang größte Tour (DE, NL, BE, DE) 1


Route_011WoMo-Logbuch Eintrag 011

Datum: 21.04.2016 – 24.04.2016

Orte: Keukenhof, Brüssel

Zurückgelegte Strecke: 1345 km

Wie fängt man den Artikel für dieses verlängerte Wochenende am besten an? Ehrlich gesagt tue ich mich da ein wenig schwer. Eigentlich wollte ich mit einem speziellen Statement oder Erlebnis aus dem Wochenende starten, aber dann müsste man ein Ranking einführen und das ist auch immer schwer. Also doch einfach wieder nur chronologisch, denn das ist für mich auch am einfachsten. Der Grund für den größeren Ausflug war der Besuch von Marcel, YouJin und Joedy in Brüssel und dafür haben Britta und ich uns einen Tag frei genommen. Den Freitag, deswegen heißt der ja wahrscheinlich auch so, ach egal. Wie immer wollten wir, um die Tage möglichst gut auszukosten, wieder am Abend des letzten Arbeitstages losfahren. Aber dann in einem Rutsch durchfahren bis nach Brüssel, wäre mir zu viel gewesen. Deswegen – und weil Britta so gerne noch die Tulpenblüte in den Niederlande sehen wollte – hatte ich mir den Keukenhof als Zwischenstopp ausgesucht. Eigentlich auch schon zu viele Kilometer und daher haben wir einen kostenlosen Stellplatz in der Nähe besucht und dort übernachtet. De Vosse liegt direkt an einem Schwimmbad und bietet eigentlich nur für drei Wohnmobile eine Übernachtungsmöglichkeit. Aber als wir sehr spät am Abend dort angekommen sind, war bereits der halbe Parkplatz des Schwimmbads mit etwa 12 Wohnmobilen zugeparkt und daher haben wir uns einfach dazu gestellt.

Am nächsten Morgen sind wir dann sehr früh aufgestanden, so dass wir zu den ersten gehörten, welche den Keukenhof betreten haben. Bei der Fahrt auf den Parkplatz waren wir überrascht wie koordiniert und routiniert von den Mitarbeitern dort alles geregelt wurde. Ich muss wirklich sagen, dass sich die Veranstalter aus Deutschland da ruhig etwas abgucken können. Nachdem wir vor Ort geparkt und das Eintrittsgeld bezahlt haben, erwartete uns ein Meer von Tulpen sowie anderen Blumen. So viel erzählen kann man dazu gar nicht, da ist es wohl wirklich angebrachter auf die Bildergalerie zu verweisen. Übrigens Bilder: Bei den ersten Fotos am frühen Morgen war ich teilweise immer noch erbost, wenn mir ein anderer Besucher ins Bild gelaufen war, aber desto später es wurde, um so mehr Besucher strömten ins Areal und nachher war es kaum noch möglich ohne einander anzurempeln sich fortzubewegen. Im Keukenhof gab es dann noch einen kleinen Laden in dem man frisch zubereitete Poffertjes kaufen konnte und das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, so dass wir noch in den Genuss einer landestypischen Spezialität kamen – einmal reicht dann aber auch. Nach gut drei Stunden hatten wir dann alles gesehen und es wurde auch so voll, dass der Zeitpunkt zum Weiterfahren gerade recht gelegen kam. Geplant war nämlich in Brüssel um etwa 14 Uhr anzukommen und uns von meinem Bruder an einem vereinbarten Parkplatz abholen zu lassen. Auf dem Weg nach Brüssel hat Britta so ziemlich alles verschlafen, was unterwegs so passiert ist. Dort haben wohl der wenige Schlaf des Vortages sowie die vielen Schritte und Eindrücke im Keukenhof ihren Tribut gefordert. Daher haben wir von der Ländereinfahrt nach Brüssel leider kein Bild, aber da gibt es ja auch schlimmeres und das ist ja auch nichts, was man nicht nachholen kann.

Bei unserer vereinbarten Parkplatzmöglichkeit in Brüssel angekommen, haben wir uns erst einmal schnell etwas zu Essen gemacht, denn seit dem Frühstück waren schon ordentlich Stunden vergangen und mir knurrte auch so richtig der Magen. Wir standen übrigens in einem Wohngebiet wo es sehr angenehm ruhig und gepflegt war. Mein Bruder kam dann pünktlich zu den letzten Nudeln-Happen bei uns vorbei, so dass wir uns zu meiner Freude voll im Zeitplan befanden – ich liebe so etwas halt immer irgendwie. Wir hatten meinem Bruder dann kurz ein paar Sachen an unserem Wohnmobil gezeigt, aber die eigentliche Einführung auf später am Wochenende verschoben, so dass YouJin davon auch etwas mitbekommt. Hätten dies dann doch aber lieber gleich machen sollen, denn irgendwie kamen wir im weiteren Verlauf des Wochenendes leider nicht mehr dazu. Vor Ort haben wir dann noch schnell unser Mittagsgeschirr abgewaschen und uns dann auf den Weg zur Wohnung in Brüssel gemacht. Auf dem Weg dahin konnten wir dann vieles von den bisher schon getätigten Aussagen meiner Eltern oder auch meines Bruders ebenfalls bestätigen:

  • Die Fußgängerwege bestehen größtenteils aus Kopfsteinflaster, welcher schief und krumm verlegt ist.
  • Busfahrer sind unhöflich und fahren ziemlich verrückt.
  • Das Ticketsystem zum Zahlen für den öffentlichen Nahverkehr ist „gewöhnungsbedürftig“.

In der Wohnung angekommen, haben wir nach der Begrüßung erst einmal eine große Führung für die Wohnung gefordert und auch bekommen. Schon Beeindruckend, vor allem die große und schöne Dachterrasse. Wenn man direkt in einer Stadt wie Brüssel wohnt, ist es schon genial und auch sinnvoll möglichst weit oben zu wohnen. Erstens können andere einem nicht ohne Weiteres in die Wohnung schauen, dafür kann man dieses selbst bei Fremden und zum anderen kann man den Ausblick über die Dächer der Stadt in vollen Zügen genießen. Im Anschluss haben wir uns dann wieder die Jacken übergeschmissen, denn wir wollten natürlich auch noch die nähere Umgebung kennen lernen und erkunden. So konnten wir nun endlich mal sehen, wo direkt mein Bruder arbeitet, wie Nah alles gelegen ist und welche schönen Parkanlagen sich gleich um die Ecke befinden. Am Abend sind wir dann noch zu einem Italiener an der Ecke gegangen wo wir wirklich gut gegessen aber beinahe auch zu viel Geld gelassen haben. Der Grund hierfür war ein kleiner Rechenfehler des Wirts, der uns aber zum Glück noch aufgefallen war (3,5 EUR für ein Glas Wein ist halt etwas anderes als 35 EUR). Youjin ist dann mit Joedy nach Hause gegangen, wir waren aber noch einmal Einkaufen für den nächsten Tag und danach wollten wir im Weinbistro um die Ecke noch etwas trinken gehen. Der Laden war aber leider brechend voll, so dass wir nur eine Weinflache to go kauften und beschlossen diese oben in der Wohnung zu verköstigen. Am späten Abend sind Britta und ich dann wieder zum Wohnmobil gefahren um dort zu übernachten. Aufgrund eines Technikdefekts schien uns das als die sicherere Variante.

Am nächsten Morgen haben wir dann richtig schön verpennt. Erst um 09:00 Uhr sind wir aufgewacht, mussten uns dann schnell fertig machen und waren so dann erst gegen 10:30 Uhr zum Frühstücken bei den Dreien in der Wohnung. Wir haben uns dann auf den Weg gemacht, um Brüssel mit all seinen Sehenswürdigkeiten zu Erkunden – und davon existieren ja so einige. Aber diesbezüglich Verweise ich dann auch mal wieder einfach auf die Bildergalerie gleich im Anschluss dieses Artikels. Unterwegs aßen wir dann noch eine belgische Waffel und Pommes. Beides war für mich ganz okay, aber auch nicht so der riesen Hit. Mein Bruder wollte mit uns aber auch eigentlich in einen anderen Pommes-Laden, aber der war leider voll und bot keine Sitzplätze, so dass wir uns für die Alternative entschieden. Weiter ging unserer Erkundungstour durch Brüssel inklusive eines Besuchs bei einer Brasserie und Patisserie. Besonders Spannend fand ich persönlich das Parlamantarium, welches ich jedem nur Empfehlen kann. Da kann man sicherlich locker einen ganzen Tag verbringen. Am Abend in der Wohnung angekommen, haben wir uns dann noch selbstgemachte Pizza zubereitet die mir wesentlich positiver in Erinnerung bleiben wird als die Pommes und die Waffel von unterwegs zusammen. Oder anders ausgedrückt: Die Pizzen waren super! Den Abend haben wir dann noch einmal ordentlich ausgedehnt, denn weil wir am nächsten Tag früh los mussten, Marcel am Mittag einen Lauf hatte und auch YouJin am Morgen noch zum Sport wollte, wäre es für uns nicht sinnvoll gewesen wieder nur zum Frühstücken nach Brüssel reinzufahren.

Denn gemäß unserer Planung hätten wir allerspätestens um 12 Uhr wieder mit dem Wohnmobil losfahren müssen. So ist es dann auch gekommen und gut ausgeruht, konnte ich die Strecke auch in einem Stück bis nach Hamburg durchfahren. Okay, wir haben auch noch einen Pittstop eingelegt um auf Toilette gehen zu können und etwas zu Essen, aber wir sind dann so gegen 20:00 Uhr in Geesthacht bei unserer Entsorgungstation angekommen. Bis wir dann endlich komplett Zuhause waren, alles ausgeräumt sowie verstaut haben und uns in Bett legen konnten hat es auch noch etwas gedauert. Aber am Ende des Tages lagen wir 1345 Kilometer später wieder im Bett und waren auch tierisch erschöpft.

Und wie immer zum Schluss folgt hier eine Galerie mit weiteren interessanten Bildern zu diesem WoMo-Logbuch Eintrag:


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Ein Gedanke zu “Unsere bislang größte Tour (DE, NL, BE, DE)

  • Christina Mewes

    Ganz toll, was ihr da erlebt habt. Dem Berichteschreiber ein großes Lob. Man merkt Deine gute Schulbildung! Du hattest bestimmt im
    Aufsatzschreiben eine 1. Wenn nicht, dann gebe ich sie dir nachträglich.
    Die Bilder- SPITZE! So kann ich endlich mal sehen, wie es auf dem Keukenhof aussieht. Beeindruckend schön!
    Brüssel- Danke fürs Mitnehmen.
    Weiter so und immer Allzeit gute Fahrt und schöne Erlebnisse!
    Dickes Bussi MuddiTina